Das Wirken des Geistes in der Endzeit

Gnadengaben, bleibende Dienste und das organische Leben der Gemeinde

Über uns

Wir sind Kinder Gottes und gehören zur zerstreuten kleinen Herde der „Schafe“ außerhalb der religiösen Lager, die der Herr in Einheit versammeln möchte – dezentralisiert und über Landesgrenzen hinweg miteinander verbunden.

Als echte Bibelchristen – nicht als Kirchenchristen – verstehen wir uns als geistliche Nachkommen der ersten Gemeinden des Neuen Testaments. Wir definieren uns wie die Urgemeinden allein über den jeweiligen Ort und spalten uns nicht in religiöse Denominationen oder Untergruppen. Wir unterscheiden streng zwischen dem echten Jesus der Bibel als dem wahren Christus und lehnen den verfälschten, schwächlichen „europäischen Jesus“ der versteinerten Kirchen mit blauen Augen, blonden Haaren und weiblichen Zügen entschieden ab.

Wir verstehen uns als Religions- und Gesellschaftskritiker. Wir hinterfragen konsequent manches in den staatlichen Lehrplänen und Schulbüchern, wo unbewiesene Thesen, weltliche Modelle, Ideologien und menschliche Glaubensrichtungen als Tatsachen gelehrt werden. Als treue Erforscher des Wortes Gottes sind wir Vertreter eines geozentrischen Weltbildes, so wie es uns die Heilige Schrift klar und unverfälscht lehrt.

Wir distanzieren uns kompromisslos von Systemdienern und Wolfspredigern mit Eselsstrick, aufgesetztem Blendaxlächeln, brillanter Rhetorik und bühnenreifer Show, die klammheimlich verderbenbringende Lehren und Sekten nebeneinführen (2. Petrus 2,1). In den akademischen Fakultäten wird diesen Mietlingen liberale Theologie, menschliche Gnosis und Gott entehrende Bibelkritik beigebracht. Nach ihrer Abrichtung übernehmen sie gut bezahlte Führungsrollen – auch in Konfessionen, die sich fälschlicherweise als Gemeinde ausgeben.

Pergamus: Der Abfall zur Staatskirche und das Ausbeugen der Welt

Seit der Konstantinischen Wende entwickelte sich das ursprüngliche Christentum schrittweise zu einer bloßen „Christenheid“. Durch die staatliche Anerkennung der neuen Religion unter Kaiser Konstantin kam es zur verhängnisvollen Vermischung mit der Welt, sodass die große, bürokratische Staatskirche entstand. Später nannte sich jeder ein „Christ“, der irgendeiner Kirche oder Freikirche angehörte – ohne jemals persönlich zu prüfen, ob es sich vor Gott wirklich so verhält.

Man begnügte sich nicht mehr damit, einfach Jünger Jesu zu sein, sondern brüstete sich damit, „katholische“ oder „evangelische“ Christen zu sein, und hielt sich dadurch vermeintlich für etwas Besseres als andere. Es gilt nicht mehr Jesus allein, sondern *„Jesus plus unsere Sonderlehren und Traditionen“*. Diese menschlichen Traditionen wurden höher bewertet als das geschriebene Wort Gottes, und man zimmerte sich einen eigenen, angepassten Jesus, der mit dem Jesus der Heiligen Schrift nichts mehr gemein hat.

Dieser geistliche Abfall vom rettenden Glauben führte im Laufe der Jahrhunderte direkt zur Entwicklung der Hure Babylon und ihrer Hurentöchter (Offenbarung 17). Es handelt sich hierbei um geistliche Hurerei, womit man sich zum Steigbügelhalter des Antichristen macht. Die Frau – die abgefallene Staatsreligion – reitet auf dem Tier, den gottlosen Weltmächten.

Die Verführung der Freikirchen, Akademien und Formate

Es ist bedauerlich, dass auch viele Freikirchen diesen Weg mitgehen über Ökumene, die Evangelische Allianz und ihren nichtssagenden Fischaufkleber, welcher in Wahrheit längst ein Zeichen der Finsternis geworden ist. Freikirchen sind keineswegs wirklich frei, sondern von mancherlei weltlichen Dingen abhängig. Sie haben sich freiwillig der Kontrolle des Staates unterworfen – sei es als eingetragene Vereine (e.V.) oder, was noch schlimmer ist, als Körperschaften des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.).

Eine lokale Gemeindebibelschule kann gut und aufbauend sein; Bildungseinrichtungen außerhalb des Verantwortungsbereichs der eigenen Ortsgemeinde erzeugen jedoch Glaubensrichtungen, die eher an weltliche Ideologien erinnern. Es ist der direkte Plan des Widersachers, sowohl die Bibel zu relativieren, zu verwässern und Falschgeld daraus zu machen, als auch seine Kader an den akademischen Bibelschulen umzuerziehen. Viele Freikirchen sind inzwischen längst indoktriniert, infiltriert und unterwandert durch Humanisten und Jesuiten.

Gottes Bauplan: Theokratie statt Demokratie oder Diktatur

Die meisten Freikirchen und Konfessionen haben neben den großen Denominationen nicht mehr viel mit dem wahren Evangelium zu tun. Sie sind eine Karikatur, reine Makulatur und ein Zerrbild der Wirklichkeit. Diese frommen Vereine meinen, durch ihre vielen Aktivitäten, pausenlosen Programme, fromme Betriebssamkeit, eigenwilligen Gottesdienste und steilen Pyramidenstrukturen dem Höchsten zu gefallen. Doch das ist ein billiger Abklatsch.

Nach dem Original des Neuen Testaments und der Praxis der Urchristen darf es in einer stadtweiten Ortsgemeinde, die sich in verschiedenen Privatwohnungen trifft, weder eine Diktatur noch eine Demokratie geben, sondern ausschließlich die Theokratie! Das bedeutet: Die absolute und alleinige Herrschaft unseres Hauptes Jesus Christus unter der direkten Leitung des Heiligen Geistes durch die aktive Beteiligung aller lebendigen Bausteine und Glieder des geistlichen Leibes. Was nicht deckungsgleich mit diesem Bauplan der Urgemeinde ist, hat vor Gott nicht das Recht, sich Gemeinde zu nennen!

Der ernste Ruf an den kleinen Überrest: Geht hinaus!

Aus diesem Grund ergeht heute der ernste, dringliche Ruf an die wenigen getreuen und echten Kinder Gottes, an diesen kleinen Überrest: Tretet aus den religiösen Systemen dieser Welt aus, um nicht dem Gericht Gottes zu verfallen! (vgl. Offenbarung 18,4).

Solange ihr an euren Traditionen – auch in den Freikirchen – festhaltet, bleiben eure geistlichen Sinne vernebelt. Gott möchte euch nach eurem konsequenten Austritt die geistigen Augen öffnen, so wie er es auch uns getan hat, damit ihr wieder klar seht, mit geistlicher Einsicht, Durchblick und echter Unterscheidungskraft, um die vielschichtigen Listen des Feindes zu erkennen.

Wenn eine Gemeinschaft nicht mehr unter der alleinigen Leitung des einen Heiligen Geistes steht, entsteht ein geistliches Vakuum – und fremde Mächte sowie böse Geister füllen diesen Freiraum unverzüglich aus. Viele meinen heute noch naiv, die versteinerten Kirchen reformieren zu können, und merken dabei nicht, dass der Herr schon längst gewichen ist! Wie damals die Schechina (die Herrlichkeit Gottes) den Tempel in Jerusalem verließ, so gilt für diese Systeme längst das Urteil: Ikabod – die Herrlichkeit ist gewichen (1. Samuel 4,21) – mitten im Zeitalter der Apostasia, des großen endzeitlichen Abfalls (2. Thessalonicher 2,3).

1. Das Ziel der Gaben: Was aufhört und was bleibt

Wenn wir die Gnadengaben (Charismen) des Heiligen Geistes studieren, zeigt uns die Heilige Schrift, dass Gott Gaben mit einer ganz bestimmten Absicht und für eine bestimmte Zeit gibt. Nicht jede Gabe, die in den Tagen der Apostelgeschichte sichtbar war, hat denselben bleibenden Zweck für alle Jahrhunderte.

Zeichengaben für ein ungläubiges Volk

Das Reden in fremden Sprachen (Zungenrede) am Pfingsttag und in der frühen Gemeinde war ein historisch reales Ereignis. Die Jünger redeten in echten, menschlichen Sprachen, die sie nie gelernt hatten. Der Apostel Paulus legt uns den primären Zweck dieser spezifischen Gabe in 1. Korinther 14,21–22 offen:

„Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will in anderen Sprachen und durch fremde Lippen zu diesem Volk reden, aber sie werden mich auch so nicht hören, spricht der Herr«. Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen…“ (Schlachter 2000)

Dieses Phänomen war ein direktes Gericht- und Rufzeichen an die ungläubigen Juden, das die Erfüllung der Prophetie Jesajas (Jesaja 28,11–12) anzeigte. Nachdem dieser apostolische Zweck erfüllt war – die Bestätigung des Neuen Bundes und die Ausbreitung des Evangeliums unter den Völkern –, traten diese spezifischen Zeichengaben in den Hintergrund.

Die bleibenden Gaben und Dienste

Was wir jedoch heute, in dieser Endzeit der Weltgeschichte, weiter und dringender denn je benötigen, sind die strukturellen und geistlichen Dienste zur Auferbauung des Leibes. Der erhöhte Herr hat Seiner Gemeinde ein unaufgebbares Fundament hinterlassen. In Epheser 4,11–13 heißt es:

„Und er hat etliche als Apostel gegeben, etliche als Propheten, etliche als Evangelisten, etliche als Hirten und Lehrer, um die Heiligen zuzurüsten für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes des Christus, bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zu dem vollkommenen Mann, zu dem Maß der vollen Größe des Christus.“

Da wir dieses Ziel – das Maß der vollen Größe des Christus – erst bei Seiner Wiederkunft erreichen, bleiben diese Dienste aktiv und absolut unentbehrlich!

2. Die neutestamentliche Praxis: Ordnung statt Einmannbedienung

In der Urgemeinde herrschte eine klare, vom Geist geordnete Aufteilung: Das Predigen lag ausschließlich im Zuständigkeitsbereich der Apostel und Evangelisten, um das Fundament zu legen und Unbekehrten das Evangelium zu verkündigen. Die Hirten mit ihrer Lehrgabe hingegen lehrten in den örtlichen Zusammenkünften – und dabei gaben sie den Brüdern und Schwestern viele Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung.

Es bestand ein sehr großer Freiraum während der Unterweisung: Man durfte Fragen stellen, unterbrechen und die Lehre durch eigene, vom Geist geschenkte Beiträge ergänzen (1. Korinther 14,29–31). Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen (1. Petrus 2,9) hat auch heute noch uneingeschränkte Gültigkeit!

Die heutigen Kanzelpredigten und das starre „Einmannbedienungssystem“ sind völlig unbiblisch und gehören abgeschafft. Nicht ein einzelner Pastor oder Prediger, um den sich wie um einen Götzen alles dreht, darf im Mittelpunkt stehen, sondern allein unser Haupt, Jesus Christus, und die freie Leitung des Heiligen Geistes.

3. Geistliche Beurteilung: Nikolaitismus, Gnosis und Isebel

Das heutige Pastoren- und Predigersystem ist bei Licht des Wortes Gottes nichts anderes als eine Fortführung der Werke und Lehren der Nikolaiten (Offenbarung 2,6.15) – einer Kleriker-Kaste, die sich über das Volk („Laikos“) erhebt. Es ist durchtränkt von einer menschlichen Gnosis, der Verführung der Lehre Bileams (Offenbarung 2,14) sowie dem Geist Isebels (Offenbarung 2,20), welcher die Herrschaft in der Gemeinde an sich reißt und das organische Priestertum erstickt.

Prophetisch sind diese versteinerten Systeme direkt in Richtung der Sendschreiben an Sardes („Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot“, Offenbarung 3,1) und Laodicea („Du bist weder kalt noch warm… du bist elend, jammerlich, arm, blind und bloß“, Offenbarung 3,15–17) einzuordnen.

Gott hasst diesen Tanz ums goldene Kalb und diesen schleichenden Götzendienst! Eigenwillige Dienste und menschengemachte Systeme ohne die Ausrüstung des Heiligen Geistes sind vor Gott wie Zaubereisünde und Abgötterei:

„Denn Ungehorsam ist wie die Sünde der Zauberei, und Widersetzlichkeit ist wie Abgötterei und Götzendienst!“ (1. Samuel 15,23)

4. Die Strategie des Geistes: Organische Hausgemeinden

Vom Geist bevollmächtigte Arbeiter haben den Auftrag, das Werk der Urgemeinde fortzusetzen. Ihre Arbeitsweise ist nicht das Bauen von monumentalen Institutionen, sondern das Gründen von neuen, geeinten Ortsgemeinden in Form von Kleingruppen, die sich in Privatwohnungen treffen (Apostelgeschichte 2,46) und innerhalb einer Stadt in der Lehre der Apostel geeint miteinander in Verbindung stehen.

5. Der prophetische Dienst und das Wächteramt

Ein Prophet hat im Neuen Bund ein Wächteramt. Seine Aufgabe ist es, die Glieder der Gemeinde in der Gegenwart zu ermahnen, zu ermuntern und zu trösten sowie auf Gefahren von innen und außen aufmerksam zu machen (1. Korinther 14,3). Prophetisches Reden ist heute vorwiegend eine geistgeleitete Schriftauslegung unter der Salbung des Geistes.

Jeder Gläubige ist vom Geist bewohnt (1. Korinther 6,19). Steht er jedoch unter Seiner Salbung, wird er zum reinen Sprechwerkzeug und Kanal für Gott.

6. Das Senfkorn-Prinzip: Die DNA des Himmels

Wenn Jesus sagt, dass wir Glauben wie ein Senfkorn haben sollen (Matthäus 17,20), meint Er nicht die physische Versetzung von Gebirgen wie den Alpen an die Nordsee. „Berge“ stehen für geistliche Mächte und Hindernisse. Glaubensvolles Reden lässt solche bösen Einflüsse dorthin zurückweichen, wo sie hingehören – in das tobende Völkermeer.

Beim Senfkorn geht es um den Kern und die Substanz. In diesem winzigen Samen steckt bereits die gesamte Kraft und Information Gottes, um sich zu einer mächtigen Staude zu entwickeln. Echter Glaube kommt nicht aus unserem seelischen Eigenwillen, sondern ist die direkte Verbindung zur Quelle allen Lebens – die DNA des Himmels.

Fazit: Organische Schutzstrukturen & Literaturempfehlungen

Christen, die sich im Verborgenen als organische Kleingruppen organisieren und dezentralisiert miteinander verbunden sind, machen es dem Feind und seinen weltlichen Systemen ungemein schwer, sie zu kontrollieren, zu steuern oder zu unterwandern. Dies entspricht der wirksamen Praxis der Verfolgungsgemeinden in der gesamten Kirchengeschichte.

Für einen erweiterten Horizont über den eigenen Tellerrand hinaus, zur geistlichen Vertiefung und zum besseren Verständnis des biblischen Gemeindebauplans empfehle ich folgende fundamentale Literatur: